Die Augendiagnose ist für eine tiefgreifende naturheilkundliche Therapie eine der wichtigsten Diagnosemethoden.
Ziel der Augendiagnose ist es, die Zusammenhänge der verschiedenen Faktoren, die am Krankheitsgeschehen beteiligt sind, zu analysieren. Jeder Mensch hat seine ganz eigene Art, auf die Reize aus seiner Umwelt zu reagieren. Dies gilt auch für die krankmachenden Reize. Jeder Mensch neigt daher her zu bestimmten Arten und Formen von Krankheiten. Man könnte dies als "Reaktionsprogramm" oder Konstitution bezeichneten, dessen Grundlagen jeder Mensch auf diesen Lebensweg mitbekommt, was sich aber verändern kann: es kann perfektioniert werden, es kann sich aber auch verschlechtern, was leider sehr viel häufiger passiert.
Diese Konstitution wird durch verschiedene Zeichen im Auge erkennbar. Zudem gibt die Augendiagnose Auskunft über die "Schwachstellen" unseres Körpers. Auf diese Weise erhält der Augendiagnostiker wichtige Hinweise, auf welcher Basis die aktuelle Krankheit entstanden ist. Beim Menschen, die an vielen unterschiedlichen Beschwerden oder Krankheiten leiden, wird durch die Augendiagnose die gemeinsame Basis dieser Krankheiten als "roter Faden" erkennbar. Im Zentrum der Fragestellung steht also nicht die Krankheit selbst, sondern die Informationen zu ihrer Entstehungsgeschichte, auf die eine so genannte "Konstitutionstherapie" aufgebaut wird, die zum Ziel hat, die Effizienz der körpereigenen Abwehrsysteme zu optimieren und Schwachstellen zu stabilisieren. Die Augendiagnose ermöglicht also nicht nur, die Zusammenhänge zu erkennen, die bei der Krankheitsentstehung entscheidend sind, sondern sie gibt auch ganz konkrete Hinweise zur Therapie. Teilweise ist es sogar möglich, das "Rezept aus dem Auge" zu erstellen.
Folgende Zeichen werden interpretiert :
- Augenfarbe
- Grundstruktur des Iris - Gewebes
- Einzelne Struktur - Veränderungen: z.B. Auseinanderweichen von Fasern, Verdickung von einzelnen Fasern, Aufhellung von Fasern, Richtungsabweichung von Fasern
- Helligkeits - Unterschiede (Hell bedeutet "Überfunktion", dunkel bedeutet "Unterfunktion")
- "Flocken" oder "Wolken"
- Veränderung der Lider und Wimpern
- Farbveränderungen, Pigmenteinlagerungen
- "Verwischung" der Irisstruktur
- Verformung der Pupille
- Veränderung der Blutgefäße in der Bindehaut
Die Organsysteme unseres Körpers repräsentieren sich in der Iris als "Reflexzone" an einem bestimmten Ort. Dort zeigt sich an Zeichen, wie sie oben beschrieben sind, wenn ein Organsystem nicht in optimaler Weise arbeitet. Dabei ist es wichtig, daß niemals einzelne Zeichen interpretiert werden, sondern immer mehrere Zeichen miteinander kombiniert werden müssen, um eine Aussage machen zu können.